Parteienspezifisches Issue-Voting bei den Bundestagswahlen 2002 bis 2009

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German Political Science Quarterly, Politische Vierteljahresschrift

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Die Bedeutung sogenannter Issues für das Wahlverhalten ist ein Thema, das die Wahlforschung seit Jahrzehnten beschäftigt. Der Begriff „Issue-Voting“ bezieht sich auf Wahlentscheidungen, die an politischen Sachfragen orientiert sind, auf die also politische Sachfragen einen auch bei statistischer Kontrolle anderer entscheidungsrelevanter Faktoren nachweisbaren Einfluss ausüben. Dass Sachfragen in dieser Weise für das Stimmverhalten bedeutsam werden können, darf als erwiesen gelten. Diskutiert wird jedoch, über welche Mechanismen dies geschieht. Der vorliegende Beitrag konzentriert sich auf das auf Downs (1957) zurückgehende Distanzmodell des Issue-Voting [...] und geht einer Frage nach, die bislang nur unzureichend erforscht worden ist: Lassen sich parteienspezifisch variierende Issue-Reaktionen der Wähler feststellen? Er bezieht sich damit auf eine in jüngerer Zeit an Bedeutung gewinnende Debatte, welche auf die Möglichkeit aufmerksam macht, dass die Effekte von Orientierungen gegenüber politischen Sachfragen nicht in homogener Weise das Verhalten sämtlicher Wähler bei allen Wahlen kennzeichnen, sondern konditionaler Natur sind, d.h. von bestimmten Bedingungen abhängen. Im Besonderen geht es uns dabei um die Frage, ob die Bedeutung des Issue-Voting nach bestimmten Merkmalen von Parteien variiert.

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Thurner, P. W., Mauerer, I., & Binder, M. (2012). "Parteienspezifisches Issue Voting bei den Bundestagswahlen 2002 bis 2009." German Political Science Quarterly, Politische Vierteljahresschrift Special Issue 45 Wählen in Deutschland, edited by R. Schmitt-Beck, Baden-Baden: Nomos, 302–320. doi.org/10.5771/9783845262178_309

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